Weiterbildungskurse
Manuelle Medizin nach Cyriax

Die Akademie für Manuelle Medizin nach Cyriax ist anerkannter Weiterbildungsträger für Ärzte zur Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin, akkreditiert durch die zuständige Ärztekammer Bremen.

Das Weiterbildungskonzept richtet sich nach dem (Muster-) Kursbuch Manuelle Medizin der Bundesärztekammer auf Grundlage der (Muster-) Weiterbildungsordnung 2018 mit Stand 17./18.02.2022 und der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Bremen.

Gründe für die Weiterbildung in Manueller Medizin

  • Erweiterung und Vervollkommnung des eigenen diagnostischen Spektrums (über die Grenzen der gerätegestützten Diagnostik hinaus), Analyse von Störungen in der Funktion oder Struktur des Bewegungsapparates mit den eigenen Händen
  • Erlangung von höherer Sicherheit bei der Interpretation gerätetechnischer Befunde in Korrelation zu den geklagten Beschwerden des Patienten
  • Vermittlung manualmedizinscher Fertigkeiten, um den diagnostischen Prozess in der Praxis direkt in eine wirksame und hoch-effektive Form der Therapie am Bewegungsapparat zu überführen
  • Aufbau eines intensiven Arzt-Patienten-Verhältnisses durch Diagnostik und Therapie mit den eigenen Händen
  • Die praktische Anwendung manualmedizinischer Behandlungstechniken am Bewegungsapparat, um somit reversible und komplexe Funktionsstörungen des Bewegungssystems effektiv behandeln zu können
  • Die Cyriax-Methodik orientiert sich streng an der funktionellen Anatomie und berücksichtigt Aspekte der Neurophysiologie, der Biomechanik, der Anatomie in vivo sowie der Regulation des neuromuskulären Systems. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit den Wechselwirkungen des Bewegungssystems mit anderen Organsystemen. Dieses ganzheitliche Konzept zeichnet die Cyriax-Methodik aus
  • Hohe berufliche Zufriedenheit durch hohe Patientenzufriedenheit

Ziel des Kurses ist eine komplexe manualmedizinische Befähigung der Weiterzubildenden.

Dazu werden den teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten folgende Fakten, Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt:

  • Die theoretischen Grundlagen der Manuellen Medizin bezogen auf Diagnostik und Therapie, wobei hier besonderer Wert gelegt wird auf die Vermittlung von Kenntnissen der Neurophysiologie, der funktionellen Anatomie, der Biomechanik, der Nozizeption und Regulation des Bewegungssystems, der Anatomie in vivo, der klinischen Diagnostik und Differentialdiagnostik sowie der Indikationen und Kontraindikationen für manualmedizinische Behandlungsmaßnahmen
  • Mögliche funktionelle Verkettungen innerhalb des Bewegungssystems sowie zwischen dem Bewegungsorgan und anderen Organen
  • Die Bedeutung der Ergebnisse bildgebender Untersuchungsverfahren im Zusammenhang strukturpathologischer Befunde mit den aufgedeckten funktionellen Aspekten
  • Die wichtigsten manualmedizinischen Behandlungstechniken am Bewegungsorgan und anderen in das pathologische Geschehen einbezogenen Organen und Geweben inklusive erwartbarer Wirkungen und möglicher Nebenwirkungen
  • Die Einleitung von physiotherapeutischen Begleittherapien, präventiven Maßnahmen einschließlich körperlicher Aktivität
  • Die Verlaufsbeurteilung des Funktionszustandes des Bewegungsapparates oder seiner Teile anhand der gelehrten diagnostischen Verfahren
  • Einbettung manualmedizinischer Erkenntnisse in ein therapeutisches Gesamtkonzept

Ablauf der Weiterbildung

Die Gesamtstundenzahl der Kursweiterbildung Manuelle Medizin beträgt 320 Stunden, davon umfasst der Grundkurs 120 Stunden und der Aufbaukurs 200 Stunden. Der Grundkurs gliedert sich in 4 Module (Modul I - IV) zu je 30 Stunden. Der Aufbaukurs setzt sich ebenfalls aus 4 Modulen zusammen, die aus einem Stundenumfang von 50 Stunden bestehen. Jedes Modul des Aufbaukurses (Modul V - VIIII) wird aus Gründen der Praktikabilität und Didaktik jeweils in 2 kleinere Teil-Module, a 25 Stunden, aufgeteilt.

(Muster-) Kursbuch Manuelle Medizin / 320 h

* 1h= 1 Unterrichtseinheit (UE) = 45 Minuten

Grundkurs

Modul I

Wirbelsäule 1

30 h

Modul II

Wirbelsäule 2

30 h

Modul III

Extremitäten 1

30 h

Modul IV

Extremitäten 2
Lernerfolgskontrolle Grundkurs, Zwischenevaluation

30 h

Grundkurs
120 h

Aufbaukurs

Modul V

Teil 1

Manipulationstechniken an der Wirbelsäule und den Extremitätengelenken

25 h

Teil 2

Manipulationstechniken an der Wirbelsäule und den Extremitätengelenken

25 h

Modul VI

Teil 1

Hals-Schulter-Armregion, Thoraxregion

25 h

Teil 2

Hals-Schulter-Armregion, Thoraxregion

25 h

Modul VII

Teil 1

Lenden-Becken-Beinregion

25 h

Teil 2

Lenden-Becken-Beinregion

25 h

Modul VIII

Teil 1

Klinische Integration

25 h

Teil 2

Klinische Integration, Prüfung und Evaluation

25 h

Aufbaukurs
200 h

Expertenvorträge

Unser Anspruch ist es, unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern Wissen und Praxisbeispiele über die reinen Lehrbuchinhalte hinaus auf dem neusten wissenschaftlichen Stand zu vermitteln. Dafür engagieren wir ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Manuellen Medizin. Diese halten im Rahmen der Weiterbildungskurse des Grund- und Aufbaukurses anderthalbstündige Impuls- und Lehrvorträge zu spezifischen Themen der Manuellen Medizin.

Aktuell befinden wir uns in der Konzeptionierung dieser Vorträge. Sobald wir die Extra-Vorträge terminiert haben werden wir über unsere Website, unseren Newsletter sowie unseren LinkedIn Account weitere Informationen mit Ihnen teilen.

Lernerfolgskontrolle nach dem Grundkurs

Am Ende des Grundkurses erfolgt eine individuelle Lernerfolgskontrolle, z.B. mit einem theoretischen Multiple-Choice-Test. Zum Bestehen der Lernerfolgskontrolle müssen mindestens 50% der Fragen korrekt beantwortet sein. Der Test kann im Bedarfsfall wiederholt werden. In diesem Falle muss die Lernerfolgskontrolle, auf Kosten des Kursteilnehmers, wiederholt werden. Die Akademie wird sich dann mit dem jeweiligen Kursteilnehmer zeitnah zwecks genauer Terminierung in Verbindung setzten. Die zweite Prüfung findet ggf. als Sammeltermin, bestehend aus mehreren Prüflingen, evtl. aus verschiedenen Kursserien, statt.

Das Bestehen der Lernerfolgskontrolle wird mit Zertifikat bestätigt. Diese Bescheinigung ist gleichzeitig der Nachweis für das erfolgreiche Absolvieren des gesamten Grundkurses. Dies ist die Voraussetzung für die Teilnahme am Aufbaukurs.

Prüfung

Am Ende des Moduls VIII findet ein theoretisches und praktisches Kolloquium statt.

Die schriftliche Prüfung dauert mindestens 2 Unterrichtseinheiten. Dabei werden die Kenntnisse aus dem gesamten Kurs (Modul I-VIII) mittels Multiple-Choice und Freitext-Fragestellungen abgefragt. Die schriftliche Prüfung gilt als bestanden, wenn mindestens 50% der Fragen korrekt beantwortet worden sind.

Für die praktische Prüfung wird pro Teilnehmer etwa eine halbe Stunde veranschlagt. Die Demonstration der manualtherapeutischen Techniken erfolgt am Probanden (kann auch ein Kursteilnehmer sein). Im Rahmen der praktischen Prüfung wird zudem Wissen aus dem Themenkomplex „Extremitäten“ sowie aus dem Komplex „Wirbelsäule“ mündlich abgefragt. Die mündliche und praktische Prüfung gelten als nicht bestanden, wenn gegebene Antworten oder demonstrierte Techniken nicht geeignet sind, zu einer zutreffenden Diagnose bzw. adäquaten Therapie zu führen.

Für den Fall, dass ein Prüfungsteil (theoretisch, mündlich oder praktisch) nicht bestanden worden ist, muss die komplette Prüfung, auf Kosten des Kursteilnehmers, wiederholt werden. Die Akademie wird sich dann mit dem jeweiligen Kursteilnehmer zeitnah zwecks genauer Terminierung in Verbindung setzen. Die zweite Prüfung findet ggf. als Sammeltermin, bestehend aus mehreren Prüflingen, evtl. aus verschiedenen Kursserien, statt.

Das Bestehen der Prüfung wird mit Zertifikat bestätigt.

Zertifikatserteilung

Bei bestandener Prüfung stellt die Akademie für Manuelle Medizin nach Cyriax eine entsprechende Urkunde über die erfolgreich absolvierte Kurs-Weiterbildung aus. Die Anerkennung der weiterbildungsrechtlichen Bezeichnung „Manuelle Medizin“ ist vom Teilnehmer dann selbst bei der zuständigen Landesärztekammer zu beantragen.

Zugangsvoraussetzung

Die Zugangsvoraussetzungen für die ärztlichen Weiterbildungskurse zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin sind ein abgeschlossenes Medizinstudium und die Approbation. Für die Beantragung der Zusatzbezeichnung „Manuelle Medizin“ bei der zuständigen Landesärztekammer ist zudem eine Facharztanerkennung nötig.

Regelungen in der (Muster-) Weiterbildungsordnung (MWBO)

Die Kursweiterbildung "Manuelle Medizin" ist Bestandteil der Zusatzweiterbildung Manuelle Medizin. Die (Muster-)Kursbücher auf der Grundlage der (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018 finden Sie hier:

Veranstaltungsort der Kursweiterbildungen in Manueller Medizin

Die Kurse werden im FobiZe Bremen abgehalten. Dies ist ein modern ausgestattetes interdisziplinäres Fortbildungszentrum. Die Kursräume verfügen über digitale Whiteboards, leistungsstarke Beamer und das technische Equipment für das Abhalten einer Online-Lehrveranstaltung bzw. für Hybrid-Veranstaltung. Zusätzlich sind die Räumlichkeiten für eine hohe Lufthygiene mit einer leistungsstarken Luftfilter-Anlage ausgestattet.
Moderne, mechanisch höhenverstellbare, Therapieliegensind für die Anforderungen der Manuellen Medizin in Diagnostik und Therapie ausgezeichnet geeignet. Es steht für jeweils drei der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer dieser Liegen zur Verfügung. Es werden maximal 15 Teilnehmer pro Dozent zugelassen, sodass bei einer Anwesenheit eines Dozenten fünf Übungsgruppen a drei Teilnehmer supervidiert werden können.

FobiZe Bremen
Westerstraße 35
28199 Bremen

Parkmöglichkeiten vor Ort.

ÖPNV Haltestellen:
- Am Neuen Markt (Linie 8, 24)
- Wilhelm-Kaisen-Brücke (Linie 4, 5, 6, 8, 24)
- Westerstraße (Linie 1, 8, 26, 61, 62, 64)

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